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In der Tat war der Blick zum Himmel am Samstagmorgen der meist getätigte. Ihm voran ging in den Tagen vor der Herrentour der Blick ins Internet, immer verbunden mit der Frage: „Wie wird `s wohl werden, das Wetter?“ Denn heuer sollte die Tour stattfinden, die 2006 aber so richtig ins Wasser gefallen war. Unser Spiesschen hatte sich in seiner Einladung zum heutigen Herrenausflug auch ziemlich weit aus dem Fenster gelegt.........
So hieß es dort:“ Nach einem langen Gespräch mit einem Herrn Petrus habe ich jetzt schon die Wettervorhersage für den 20.06.2009. An diesem Tag wird unser diesjähriger Herrenausflug stattfinden. Um das Wetter so zu bekommen wie ich es bestellt habe sollen sich alle Kameraden an besagtem Tag pünktlich um 9.45 Uhr am Weseler Busbahnhof einfinden. Dort werdet ihr mit kitzelnden Sonnenstrahlen und Temperaturen bis 18°C begrüßt. Im Laufe des Tages fliegen kleine Schäfchenwolken von links nach rechts und werden unser Haupt kurze Zeit mit Schatten belegen. Leichte Kleidung ist bevorzugt zu tragen, Sonnenmilch ist mitzuführen, wenn die Quecksilbersäule die Marke von 25°C und mehr erreicht hat. Nass werden wir nur von innen und evtl. von unten, falls das Floß nicht dicht sein sollte. Bei herrlicher Abendstimmung werden wir Wesel gegen 21.00 Uhr wieder erreichen.
So ein Wetter bezahlt sich leider nicht von selbst, daher beläuft sich der Kostenbeitrag für alle Kompaniemitglieder und Gäste auf 25€ (darin enthalten sind Busfahrten, Frühstück, Floßfahrt und Abendessen in Form von Grillfleisch)“. Na denn..........
Der ÖPNV war bei Sonne und Wolken zunächst unser bester Freund – hat auch den Vorteil, dass man nicht zum Antreten erscheinen muss, sondern den Luxus genießen kann, zuzusteigen – das taten dann auch einige Kameraden auf der vor uns liegenden Route nach Bislich. Auch im Dorf herrschte Wetter – u.z. das mit Wolken und Sonne...kannten wir ja schon; wird `s sich halten ? „Hauptsache trocken !“ „....und nicht zu warm....“ „... und etwas weniger Wind vielleicht...“; das wirklich richtige Wetter gibt `s wahrscheinlich gar nicht.
Frühstück wartete auf uns im Hellenhof. „Ihr seid ja mal trocken...“ so die Begrüßung der Wirtin, die vor 3 Jahren erst mal den Wäschetrockner für uns angeschmissen hatte. Bei Kaffee, Tee, O-Saft der Blick durchs Fenster: Tropfen fallen.......dem Organisator wird schon mulmig.... Frühstück beendet, Sonne und Wolken, aber mehr Sonne und keine Tropfen mehr – geht doch.
Zu Fuß Richtung Fähre und übergesetzt auf die falsche Rheinseite und laufend weiter Richtung Xanten.....mit Jacken aus, wurde ja tatsächlich warm.
Wieder sollte Freund ÖPNV unsere nächste Etappe erleichtern – der war aber gerade weg und der in Reichweite liegende Imbiss musste schnell Bier in die Kühlung nachlegen. Das schmeckte unterm Sonnen(!)schirm.
Genüssliche 50 Minuten endeten mit der Ankunft des Busses, der uns zur Xantener Nordsee bringen durfte. Hier hatten die Verantwortlichen ein Floß gechartert, ausgestattet mit Bierzeltgarnitur und Zapfanlage und E – Außenbordmotor und das einzige Deck war ein Sonnen(!)deck.
Der Skipper Dietz teilte mit routiniertem Blick Kurti zum Zapfen und Klaus zum Bedienen ein – eine gute Wahl.......
Anschließend stellte er uns die alles entscheidende Frage: „Richtung Ostufer mit der Gelegenheit, dort anzulegen und die Örtlichkeiten aufsuchen zu können, oder in den Kanal zur Südsee ohne....?“ Wir nahmen Kurs auf den Kanal – könnte doch lustig werden, wenn der Drang drängt....
Einzelne dunkle Wolken konnten uns nicht wirklich den Glauben daran nehmen, dass es trocken bleibt – inzwischen waren wir uns des mehrheitlich guten Wetters gewiss.
Es kam, wie `s kommen musste. Kurt gab alles, um unsere Blasen zu füllen – die ersten verspürten den bekannten Drang, aber keiner wollte der erste sein....
Natürlich musste dann doch der Erste müssen und „die Dämme brachen“ – sind bestimmt ein paar lustige Fotos geworden....nur unser Spießchen konnte nicht, wenn ihm alle dabei zusahen....Pech!
Nach zweistündigen “Wasserspielen“ wieder an Land ging `s zum Grill: Putensteaks, Schweinesteaks und Chebabcics, Schevabschischis oder auch Cevapcicis – egal, für unseren Oberrechnungsrat waren `s „kleine Frikadellen“ – warteten auf den Verzehr.
Glückliche, sonnengebräunte und gerötete Kameraden traten den Heimweg an – diesmal nicht mit Freund ÖPNV sondern mit dem Kompaniebus Tekath. Pünktliches Eintreffen auf der richtigen Rheinseite und spontane Anschlussaktivitäten bildeten den Abschluss des Herrenausflugs 2009.
Jürgen Mäteling